ISARIA PRO ACTIVE und PRO COMPACT – Düngesensorik im Innovation Farm Test

Die teilflächenspezifische Bewirtschaftung wird bereits seit vielen Jahren diskutiert. Jeder weiß, dass es, obwohl die Flächen gleich behandelt werden, Unterschiede in den Acker- und Grünlandbeständen gibt. Die Ursachen dafür sind vielfältig und oft auch sehr komplex. Meist sind es Unterschiede in der Bodenstruktur oder der Nährstoffversorgung. Häufig verbunden mit mehr oder weniger Niederschlag und damit einhergehend mit der Verfügbarkeit von ausreichend Wasser und Nährstoffen für die Pflanzen.

Düngemittel bestmöglich einsetzen

Die teilflächenspezifische Düngung versucht auf Unterschiede innerhalb eines Schlages einzugehen, wobei Pflanzen, unter besonderer Berücksichtigung der heterogenen Ertragsfähigkeit der Böden, möglichst nach deren tatsächlichen Bedarf versorgt werden sollen. Durch eine angepasste, bedarfsgerechte und teilflächenspezifische Düngung sollen Düngemittel optimal eingesetzt werden, um neben einem betriebswirtschaftlichen Vorteil auch einen ökologischen Nutzen herbeizuführen.

Einstieg in die teilflächenspezifische Düngung

Wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb beginnt sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, stellt sich vorerst die Frage, ob die Ursachen oder die Symptome von Teilflächen behandelt werden sollen. Bei den Ursachen muss unterschieden werden, welche beeinflussbar sind und welche nicht. Wenn bspw. Teilflächen Defizite in der Versorgung mit Grundnährstoffen wie P und K haben, kann diese Ursache behoben werden. Wenn die Ursache für Ertragsschwäche aber Schotterstellen sind, wird das wohl als gegeben hingenommen werden müssen.

Es ist aber genauso möglich in das Thema der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung über die Behandlung der Symptome einzusteigen. Also damit, zur Kenntnis zu nehmen, dass es Unterschiede gibt und mit einer angepassten (Stickstoff-)Düngung darauf zu reagieren. Es macht gerade in Jahren mit ausgeprägten Trockenphasen Sinn, mit einer angepassten Spätdüngung, die N-Menge auf Teilflächen mit Trockenschäden zu reduzieren und auf tiefgründigen Teilflächen die N-Menge zu erhöhen. In Summe wird der Stickstoff damit zielgerichteter eingesetzt, unerwünschte Grundwassereinträge vermieden und an anderen Stellen der Ertrag erhöht.

Ein Projekt der Innovation Farm

Für die Realisierung dieses Konzeptes gibt es verschiedene Vegetationsindices, die mit Sensoren oder Satellitendaten berechnet werden. Diese versuchen, den Versorgungszustand der Pflanzen bestmöglich zu beschreiben und daraus gewonnene Erkenntnisse in der Düngung umzusetzen.

Wir messen jede Woche, vergleichen die Messergebnisse verschiedener Sensoren untereinander und stellen sie auch Satellitendaten gegenüber. Details zu den Sensoren, was sie können und wie sie sich unterscheiden, welche Erkenntnisse wir aus den Messungen gewonnen haben und was wir daraus für die Düngung ableiten, folgt in weiteren Beiträgen!

Terminal des Isaria von Fritzmaier zur teilflächenspezifischen Düngung - Stickstoffversorgung im Überblick.

Darstellung des Einpunkt-Modus bei dem ISARIA Pro Compact Terminal.

Case IH Traktor mit Isaria Sensor und Kverneland Düngestreuer im Gerstenfeld.

Scannen und Düngen in einem Arbeitsgang auf den Versuchsflächen der Innovationfarm.

Ackerflächen mit unterschiedlichen Bodenbedingungen in Teilflächen unterteilt.

Die Innovation Farm untersucht die Wirkung von verschiedenen Düngestrategien und Düngezeitpunkten.

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