Bewertung der Wirkung des CULTAN-Düngeverfahrens anhand von Satelliten- und Sensordaten.

Ausgangslage:

Beim CULTAN-Düngeverfahren (Cultan = controlled uptake long term ammonium nutrition, „kontrollierte N-Aufnahme durch langfristige Ammonium-Ernährung“) wird in erster Linie eine Ammonium-Nährstofflösung in den Boden injiziert, wodurch die Pflanzenverfügbarkeit speziell auch bei trockeneren Bedingungen erhöht werden soll.

Das Düngeverfahren soll die Stickstoffeffizienz verbessern und pflanzenbauliche, ökonomische und ökologische Vorteile bringen. Erwartet werden klimarelevante Vorteile u.a. durch die Reduzierung gasförmiger N-Verluste (NH3, N2O), da durch die Injektion eines punktuellen N-Depots im Boden die N-Freisetzung verlangsamt wird. Wegen der exakten Längs- und Querverteilung kann diese Technik auch sehr gut für eine standortangepasste bzw. teilflächenspezifische Düngung eingesetzt werden.

Die Aufgabenstellung

  • Gibt es Unterschiede in der Bestandesentwicklung im Vergleich zu herkömmlichen Düngestrategien?
  • Wie wirkt sich die Cultan-Düngung im Vergleich zu herkömmlichen Düngestrategien auf Ertrag und Qualität (z.B. Proteingehalt) bei Winterweizen aus?

Die Umsetzung

  1. Einsatz des CULTAN-Verfahrens bei einer einmaligen Gabe von Domamon L26 (20% N, 6% S) an unterschiedlichen Standorten in Österreich.
  2. Untersuchung der Bestandesentwicklung anhand von Satelliten- und Sensordaten
  3. Untersuchung des Einsatzes unter Berücksichtigung von Ertrags-, Qualitäts- und Umweltwirkungen

Das Ziel

Auf Initiative des Vereins Boden.Leben soll der Einsatz das CULTAN-Düngeverfahren unter Berücksichtigung von Ertrags-, Qualitäts- und Umweltwirkungen an unterschiedlichen, österreichischen Standorten untersucht werden.

Zum Unternehmen

Das Projekt wurde initiiert vom Verein Boden.Leben, der sich mit einer klimaangepassten Landwirtschaft beschäftigt. Die Mitglieder dieser Vereinigung setzen sich zusammen aus Praxisbetrieben im Ackerbau, Obst- und Weinbau als auch Gemüsebau. Dabei steht eine ganzjährige Bodenbedeckung in der laufenden Bewirtschaftung im Vordergrund.  https://www.bodenistleben.at/

Partner:
Standort:

Wieselburg, Mold

Laufzeit:

März 2020 bis Dezember 2021

Projektteam:

DI Peter Prankl, Dr. Markus Gansberger

Kontakt:
Zusätzliche Informationen: