Einsatz von Grenzstreueinrichtungen

Ausgangslage:

Jeder Landwirt hat Feldgrenzen. Der Feldrandbereich stellt einen großen Anteil der Felder dar. Je kleiner und verwinkelter die Felder, desto größer ist der prozentuale Anteil des Flächenrandbereichs an der Gesamtfläche. Bei der Ausbringung von Mineraldünger werden oftmals Zentrifugalstreuer mit sogenannten Grenzstreusystemen eingesetzt. Diese sorgen dafür, dass beim Streuen an der Feldgrenze möglichst viel Dünger bis an die Grenze gestreut und kein Dünger über diese hinaus appliziert wird. Für jene Aufgabe werden verschiedene Grenzstreueinrichtungen angeboten, die unterschiedliche Funktionsprinzipien haben und dafür sorgen, dass der unterdüngte Feldrandbereich unterschiedlich groß ausfällt.

Die Aufgabenstellung

  • Welche ökologischen und ökonomischen Vorteile hat der Einsatz von Grenzstreuen gegenüber dem Streuen mit Normalstreuen an der Feldgrenze?
  • Welche Unterschiede gibt es in der Düngermengenverteilung zur Feldgrenze bei den Verfahren Randstreuen, Grenzstreuen und Grabenstreuen?
  • Welche Erträge/Ertragsunterschiede/Erlöse lassen sich an den Feldgrenzen durch das  Verfahren Grenzstreuen mit unterschiedlichen Grenzstreusystemen erzielen?

Die Umsetzung

Insgesamt werden fünf Versuche angelegt. Zunächst soll ermittelt werden, wie viel Mineraldünger über die Feldgrenze hinaus geworfen wird, wenn keine Grenzstreueinrichtung verwendet wird. Außerdem wird untersucht, wie hoch dann der Ertrag an der Feldgrenze ist. Bei den Versuchen zwei, drei und vier werden drei unterschiedliche Grenzstreueinrichtungen eingesetzt. Auch hier werden die Streumengen bis zur Feldgrenze und außerhalb der Grenze aufgenommen, um Unterschiede zwischen den Verfahren zu ermitteln. Auch hier wird für jede Grenzstreueinrichtung der Ertrag ermittelt.  Der fünfte Versuch beinhaltet das Streuen mit einem Streuschirm. Hierbei wird von der Grenze in den Bestand gestreut. Auch hier sollen die Düngermengenkurven aufgenommen und die Erträge ermittelt werden. Alle Versuche werden sowohl auf einer Arbeitsbreite von 18 m als auch auf einer Breite von 36 m durchgeführt.

Das Ziel

Grenzstreusysteme sorgen dafür, dass Mineraldünger beim Grenzstreuen nicht über die Feldgrenze hinaus gestreut wird und der Flächenrandbereich besser ausgestreut wird. Durch die Versuche soll herausgefunden werden, wie viel Dünger mittels Grenzstreusystemen besser appliziert wird und ob sich Grenzstreusysteme positiv auf den Ertrag an der Feldgrenze auswirken. Des Weiteren werden die Erträge an den Feldgrenzen ermittelt, sodass je nach Arbeitsbreite eine Aussage zu einem präferierten Grenzstreusystem getroffen werden kann.

Zum Unternehmen

Die Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG ist ein deutscher Landtechnikproduzent mit insgesamt zehn Produktionsstandorten in Deutschland, Frankreich, Ungarn und Russland. Das Produktportfolio von Amazone umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von der Ernte bis zur Ernte. Amazone hat langjährige Handelspartner auf allen Kontinenten, die dazu beitragen, dass mehr als 80 % aller Maschinen in den Export gehen. Schlagkraft bei höchster Präzision im Arbeitsergebnis zeichnen die Produkte der Amazonen-Werke aus.

Partner:
Standort:

Wieselburg, Mold

Laufzeit:

Jänner 2021 - August 2021

Projektteam:

Christoph Berndl, Florian Krippl

Kontakt:
Zusätzliche Informationen: