Einsatz von Lenksystemen und Spurplanung

Ausgangslage:

Viele Landwirte in Österreich haben sich in den letzten Jahren für ein Lenksystem entschieden. Dieses bietet großes Potenzial zur Steigerung der Effizienz in der Durchführung verschiedener Arbeitsprozesse sowie zur Erhöhung des Arbeitskomforts. In der Praxis wird dieses Potenzial von den Landwirtinnen und Landwirten jedoch häufig nicht voll ausgeschöpft. Hier gilt es anzusetzen und durch das Anbieten von Schulungsmaßnahmen und Tipps den Nutzungsgrad des vielfältigen Funktionsumfangs zu steigern.

Die Umsetzung

Nach umfangreicher Untersuchung des verbauten Lenksystems und dessen Funktionsumfangs soll der Nutzen und die Wirtschaftlichkeit stufenweise ermittelt werden. Der Fokus der Betrachtung liegt hierbei auf dem Einsatz von Lenksystemen bei einer gemischten Flotte, wo Spuren zwischen Traktoren übertragen werden. Interessierte Landwirte sollen im Zuge von Workshops Anregungen und Tipps zu einer effizienteren Nutzung ihres Lenksystems mit besonderem Bezug zur Fahrspurplanung bekommen.

Folgende Inhalte werden erarbeitet:

  • Allgemeine Rahmenbedingungen und wichtige Grundlagen
  • Erstellung von A-B Linien, Konturen und Felder mit Traktor oder externer Quelle
  • Praxiseinsatz mit Section Control
  • Fahrspuren importieren bzw. übertragen
  • Möglichkeiten und Vorteile durch Fahrspurübertragung und Ermittlung der Spurgenauigkeit
  • Vergleich der überfahrenen Fläche bei einem 3m Anbaugerät mit und ohne aktivem Lenksystem am Beispiel von rechteckigen und trapezförmigen Schlagkonturen.
  • Kostenaufstellung

Praktische Versuche:

Es wird das Nutzungspotential stufenweise erarbeitet. Das Lenksystem wird praktisch erprobt und eine wirtschaftliche Betrachtung angestellt. Dafür werden zwei gleich große und in den Abmessungen und der Form idente trapezförmige Parzellen angelegt. Auf Parzelle 1 wird der gesamte Funktionsumfang vom Lenksystem inkl. vorhergehender Spurplanung genutzt und mit der Variante 2, wo nur eine vor Ort angelegte AB-Linie genutzt wird, verglichen. Als weitere Referenz dient eine dritte Parzelle, die völlig ohne Lenksystem bearbeitet wird. Bedienbarkeit und Softskills werden bei allen Varianten erfasst. Durchgeführt werden soll der Versuch beim Stoppelsturz mit einem 3m Bodenbearbeitungsgerät (Grubber, Scheibenegge, Bodenfräse).

Für den Vergleich der beiden Verfahren sollen folgende Parameter erhoben werden.

  • Zeitbedarf
  • Dieselverbrauch
  • Überfahrten
  • Distanz (gefahrene Meter)
  • Überlappung
  • Zeitbedarf für Teilarbeitsschritte Wendezeit und Arbeitszeit

Für die Messwerte kann Kartenmaterial und Information aus dem Terminal exportiert und eigenständige Messtechnik verwendet werden.

Das Ziel

Ziel ist es, die Einsatzmöglichkeiten und die richtige Bedienung von Lenksystemen aufzuzeigen, die Ausnutzung des Funktionsumfanges zu erhöhen und die Anwendung im täglichen Betrieb zu vereinfachen. Der Arbeitskomfort, der Ressourceneinsatz sowie die Wirtschaftlichkeit sollen durch eine umfangreichere Nutzung des Lenksystems optimiert werden.

Zum Unternehmen

STEYR steht seit 75 Jahren für Spitzentechnologie und hochwertige Maschinen. Seine in Österreich produzierten Premium-Traktoren bestechen vor allem durch herausragenden Komfort und höchste Arbeitspräzision. Durch Einsatz bewährter technischer Innovationen wird ein Höchstmaß an Produktivität für Kunden im Agrar-, Forst- und Kommunalsektor gewährleistet. Ein Netz von hochqualifizierten und erfahrenen STEYR-Vertragshändlern sorgt für eine erstklassige Betreuung und Unterstützung der STEYR-Kunden.

Partner:
Unterstützer:
Standort:

Wieselburg

Laufzeit:

2022

Projektteam:

Georg Ramharter

Kontakt:
Zusätzliche Informationen: