Düngungsversuchsprojekt zur Erhöhung der Nährstoffeffizienz im Pflanzenbau unter Anwendung neuer Technologien

Ausgangslage:

Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen ist das Ziel einer bedarfsgerechten Pflanzenernährung. Die Pflanze bedarfsgerecht zu versorgen, auf die Bedingungen eines Schlages abgestimmt, schafft eine ausgeglichene Nährstoffbilanz, optimiert Erträge und schont die Umwelt. Technische Lösungen für eine teilflächenspezifische Düngung werden am Markt bereits angeboten – das pflanzenbauliche Know-how im Hintergrund dieser Lösungen ist der Schlüssel zum Erfolg.

Die Aufgabenstellung

  • Inwieweit kann Winterweizen die Stickstoffmengen aus erster und zweiter Gabe kompensieren?
  • Lässt sich mit N-Sensoren der Bestand ausreichend gut beschreiben?
  • Welche Rolle spielt Schwefel hinsichtlich N-Effizienz?
  • Kann die teilflächenspezifische P- und K-Düngung langfristig die Standorteigenschaften verbessern?

Die Umsetzung

Anlage von 4-fach wiederholten Versuchsparzellen zu folgenden Fragestellungen:

  • Variation der N-Düngung von erster und zweiter und dritte N-Gabe zu Weizen bei konstanter Gesamt-N-Menge
  • Auswirkung der S-Düngung bei erster, zweiter oder dritter Gabe zu Weizen
  • Bestandesbeschreibung anhand unterschiedlicher elektronischer Bestandeserfassungsysteme
  • Auswirkungen der P- und K-Düngung über eine gesamte Fruchtfolge bei keiner, bei halber Entzugsmenge und ganzer Entzugsmenge auf die Entwicklung der P- und K-Versorgung im Boden

Das Ziel

Durch die unterschiedliche N-Verteilung im Winterweizen und die laufende Messung mit N-Sensoren wird eine detaillierte, kleinräumige Bestandesbeschreibung erreicht. Pflanzenanalysen auf N-Gehalt lassen daraufhin den aktuellen Entzug berechnen. Diese Information dient als Basis für die weitere Empfehlung der teilflächenspezifischen N-Düngung für ein definiertes Ertragsziel zur Vermeidung von N-Überschüssen und -Defiziten. Der P- und K-Langzeitversuch soll Möglichkeiten zur Verbesserung der Grundnährstoffversorgung mit dem Ziel der Ertragsoptimierung auf Teilflächenbasis aufzeigen.

Zum Unternehmen

Borealis L.A.T GmbH vertreibt Düngemittel und technische Stickstoffprodukte aus Produktionsstandorten in Österreich (Linz) und Frankreich. Das Borealis L.A.T Vertriebs- und Logistiknetz erstreckt sich entlang der Seine, des Rheins und der Donau, vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer.

Partner:
Standort:

Wieselburg

Laufzeit:

2018 - 2023

Projektteam:

DI Peter Prankl, Dr. Franz Heinzlmaier

Kontakt:
Zusätzliche Informationen: