Neuansaat mittels Drohne im unwegsamen Gelände

Ausgangslage

Die Bewirtschaftung von Grünland in alpinen Regionen steht vor besonderen Herausforderungen. Vor allem in steilen oder schwer zugänglichen Lagen stößt konventionelle Landtechnik oft an ihre Grenzen. Drohnen bieten hier eine vielversprechende Lösung, um Saatgut flexibel, bodenschonend und punktgenau auszubringen, wo herkömmliche Maschinen nicht mehr sicher einsetzbar sind.

Die Aufgabenstellung

Im Zentrum dieses Use Cases der IF Raumberg-Gumpenstein steht die Bewertung der Praxistauglichkeit moderner Saat-Drohnen. Folgende Kernfragen werden untersucht:

  • Infrastruktur: Welche technischen Voraussetzungen (RTK-Genauigkeit, Mobilfunk, Digitalisierung) sind für einen reibungslosen Einsatz nötig?
  • Effizienz: Wie schlagen sich Drohnen im direkten Vergleich zur Standardtechnik hinsichtlich Zeitbedarf, Personalaufwand und Kosten?
  • Sicherheit: Wie zuverlässig erkennt das System Hindernisse im unwegsamen Gelände und wie schnell ist die Technik einsatzbereit?
  • Bestandesentwicklung: Führt die Drohnensaat bei unterschiedlichen Saatstärken zu einer vergleichbaren Etablierung des Bestandes?

Die Umsetzung

In Zusammenarbeit mit dem Maschinenring und Agrarflug.at werden einjährige Praxisversuche an verschiedenen Standorten durchgeführt. Getestet wird die Neueinsaat vorbereiteter Flächen mit einer speziellen Saat-Drohne im Vergleich zur Standardtechnik. Dabei kommen unterschiedliche Saatstärken (100 % und 150 % der Norm) zum Einsatz. Über die gesamte Vegetationsperiode hinweg erfolgen detaillierte Bonituren, die Aufgang, Narbendichte und Artenspektrum dokumentieren und wirtschaftlich bewerten.

Das Ziel

Ziel ist es, die Drohnentechnologie als ergänzendes Werkzeug für die moderne Grünlandbewirtschaftung zu validieren. Durch den Vergleich von Etablierungserfolg und Wirtschaftlichkeit werden fundierte Daten für die Praxis geliefert. Die Ergebnisse dienen als Basis für konkrete Handlungsempfehlungen, um besonders in Ungunstlagen eine effiziente und nachhaltige Neueinsaat zu ermöglichen und technologische Synergien zwischen Dienstleistern und landwirtschaftlichen Betrieben zu nutzen.

Partner:
Unterstützer:
Standort:

Raumberg-Gumpenstein

Laufzeit:

2026

Ergebnisberichte: