Potential der variablen Pflanzenschutzmittelapplikation in Kombination mit einem Multitanksystem

Ausgangslage

Auf Basis der steigenden gesetzlichen Reglements wird eine optimale Düngerapplikation immer wichtiger. Die Flächige aber auch grenznahe Düngerausbringung wurde bereits zum Großteil optimiert. Speziell bei großen Arbeitsbreiten stellen die Ein- und Ausschaltpunkte am Vorgewende eine gewisse Hürde dar. Durch die Optimierung der einzelnen Schaltpunkte als auch Streufächer inklusive Section-Control soll dies verbessert und die Ressourceneffizienz hochgehalten werden.

Die Aufgabenstellung

  • Wie sieht das Streuverhalten am Vorgewende in der Praxis aus?
  • Welcher Vorteil kann durch eine automatische Teilbreitensteuerung erzielt werden?
  • Welche Düngereinsparung ist möglich bzw. wie muss die Fahrstrategie angepasst werden?
  • Welche Vorteile bringt HeadlandControl bei der Düngerapplikation, Fahrstrategie und Handling?
  • Wie groß ist die Fehlapplizierte Menge bei der standardmäßigen Applikation und welche pflanzenbaulichen als auch wirtschaftlichen Effekte ergeben sich daraus?

Die Umsetzung

Im Allgemeinen soll zu Beginn das Schaltverhalten mehrerer Landwirte am Vorgewende erhoben werden. Hierbei geht es vor allem um die Überlappung bzw. punktuellen Unterdüngung der Fläche sowie der Schaltstrategie.  Auf Basis dieser Erhebungen kann in weiterer Folge das Einsparungspotential durch eine mögliche Automatisierung dargestellt werden.

Im zweiten Versuchsteil werden die einzelnen Streufächer bei einer Arbeitsbreite von 30m mittels Streuschalen erhoben. Die zwei Versuchsvarianten bilden einerseits die klassische Handhabung in der Praxis und auf der anderen Seite die HighEnd Lösung ab.

Variante 1: Vorgewendespur wird standardmäßig gestreut und der Streuer schaltet automatisch die Ein/Ausschaltpunkte mit angepassten Schaltpunkten jedoch ohne parabelförmiger Teilbreitenschaltung
Variante 2: Vorgewendespur wird mittels HeadlandControl gestreut und mit parabelförmiger Teilbreitenschaltung werden die Zwischenbereiche optimal gedüngt.

Die Streufächer der Vorgewende-, Einschalt-/ Ausschaltfahrt werden separat in dreifacher Wiederholung erhoben. Dadurch können die Optimierungspotentiale exakt für jede Spur erhoben werden.

Das Ziel

Das Ziel ist die Mineraldüngerverteilung am Vorgewende in der Praxis zu erheben und in weiterer Folge das Optimierungspotential neuer Technologien zu ermitteln.

Zum Unternehmen

Die Amazonen-Werke H. Dreyer SE & Co. KG ist ein deutscher Landtechnikproduzent mit insgesamt zehn Produktionsstandorten in Deutschland, Frankreich, Ungarn und Russland. Das Produktportfolio von Amazone umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von der Bodenbearbeitung bis zur Ernte. Das Tochterunternehmen Schmotzer Hacktechnik GmbH in Bad Windsheim steht mit seiner Produktpalette der Hacktechnik für eine der Zukunftsoptionen zur Veränderung der Verfahren im Pflanzenschutz.

Partner:
Unterstützer:
Standort:

Wieselburg

Laufzeit:

2025-2026

Ergebnisberichte: