„Smart4Grass“: Einsatz der teilflächenspezifischen Grünlandnachsaat bestehend aus dem ISARIA Pro Active Sensorsystem und dem pneumatischen Nachsaatstriegel GreenRake

Ausgangslage:

Inhomogene Grünlandbestände, hervorgerufen durch unterschiedliche Bodengüte, wechselnde Lichtverhältnisse, Schädlingsbefall, Wildschäden oder aufgrund anderer Faktoren, erlauben kein Festlegen einer Nachsaatmenge, die für alle Teilbereiche einer Fläche optimal sind. Das Konzept teilflächenspezifische Grünlandnachsaat Smart4Grass von Fritzmeier und Düvelsdorf ermöglicht die standortgerechte Nachsaat im Grünland. Der Sensor im Frontanbau ermittelt durch Reflexion von Licht mit unterschiedlichen Wellenlängen den Chlorophyllgehalt und die Biomasse während der Fahrt und ein Terminal steuert die bedarfsorientierte Nachsaatmenge völlig automatisch. Das System kann auf unterschiedliche Bestände reagieren und die Aussaatmenge in Echtzeit anpassen. Es müssen nur die Tage seit dem letzten Schnitt am Terminal eingegeben werden. Danach regelt das System je nach Arbeitsposition, Fahrgeschwindigkeit und Bestandsdichte die Saatmenge automatisch.

Die Aufgabenstellung

  • Kann die Effizienz der Grünlandbewirtschaftung durch das Sensorsystem Smart4Grass verbessert werden und Saatgut eingespart werden?
  • Können Unterschiede in Bestandsentwicklung und Ertrag auf einer heterogenen Versuchsfläche bei einerseits teilflächenspezifischer Nachsaat und andererseits konventioneller Nachsaat festgestellt werden?
  • Wie kann die Funktionalität des Sensors im Zusammenspiel mit dem Nachsaatgerät auf verschiedenen repräsentativen Abschnitten der Versuchsfläche bewertet werden?

Die Umsetzung

  1. Vergleich der Nachsaat mit fixer Aussaatmenge und dem teilflächenspezifischen Konzept Smart4Grass
  2. Ertragsmessungen auf Schlägen mit künstlich geschaffener Heterogenität
  3. Bewertung der Nachsaatkombination Smart4Grass in Bezug auf Effizienzverbesserung und Einsparpotential von Saatgut
  4. Einsatz der Kombination und Bewertung von Praxistauglichkeit und Bedienerfreundlichkeit

Das Ziel

Durch eine angepasste, teilflächenspezifische Nachsaat soll Saatgut bedarfsgerechte eingesetzt werden und somit neben einem betriebswirtschaftlichen Vorteil auch eine Effizienzverbesserung der Grünlandbewirtschaftung bei gleichzeitiger Fahrerentlastung generiert werden.

Zum Unternehmen

Die Fritzmeier Umwelttechnik GmbH mit Sitz in Großhelfendorf (nähe München) steht seit 1926 für Fortschritt in der Landwirtschaft. Seit 2012 entwickelt Fritzmeier mit der Marke ISARIA innovative Lösungen im Bereich Precision Farming.

Die Dü­vels­dorf Han­dels­ge­sell­schaft mbH mit Hauptsitz in Ottersberg (DE) produziert seit über 90 Jahren Maschinen für die Land- und Forst­wirt­schaft. Mit dem Smart4Grass Konzept bietet das Unternehmen nun auch Lösungen für den Smart Farming Sektor an.

Partner:
Standort:

Wieselburg, Raumberg-Gumpenstein

Laufzeit:

März 2020 bis November 2020

Projektteam:

Georg Ramharter, DI Lukas Gaier

Kontakt:
Zusätzliche Informationen: