Testung von Sprühdrohnen zur Regulierung der Blütenmonilia bei Biomarillen

Ausgangslage

Das Hauptproblem im biologischen Marillenanbau ist die Monilia – Spitzendürre. Monilia ist ein Pilz aus der Gattung Monilinia der die Blüten und die Früchte parasitieren kann. Der Pilz überwintert auf befallenen Früchten des Vorjahrs (Fruchtmumien) und infiziert über die daraus freigesetzten Sporen die Blüten. Das Problem dieser Infektionen ist nicht nur die Zerstörung der Blüte, sondern vielmehr das Vordringen des Pilzes bis in das Phloem und Xylem des Baumes. In der Folge wird der Saftstrom unterbrochen und es kommt zum Absterben ganzer Zweige und Äste. Ein mehrjähriger Befall kann unter Umständen zum Absterben ganzer Bäume führen. Dieser pilzliche Schaderreger ist im konventionellen Anbau sehr leicht über ein bis zwei Behandlungen mit organischen Fungiziden zur regulieren. Im biologischen Weinbau stehen nur sehr eingeschränkt wirkende Produkte zur Verfügung. Für eine effektive Bekämpfung von Monilia ist daher eine präzise Applikation erforderlich. Bei kleinen Bäumen oder speziellen Erziehungssystemen kann dies mit einer herkömmlichen Gebläsespritze gut umgesetzt werden.

Bei mittelgroßen bis hohen Bäumen gestaltet sich die Anwendung deutlich schwieriger. In der Praxis kommen hier Hochdruckdüsen oder Schlauchspritzen zum Einsatz.
Herausforderungen bei diesen Methoden:

  • Geringe Treffgenauigkeit
  • Hoher Pflanzenschutzmitteleinsatz
  • Starke Abdrift

Aufgrund des hohen Aufwands werden Hochstammbäume häufig unzureichend oder gar nicht behandelt. In Jahren mit starkem Monilia-Druck kann dies zu erheblichen Ertragsverlusten und Folgeschäden wie absterbenden Ästen führen. Die Ergebnisse der Versuche können auch dazu verwendet werden, die Eignung der Drohnenapplikation für den allgemeinen Marillenanbau einschätzen zu können.

Die Aufgabenstellung

  • Auswahl einer geeigneten Sprühdrohne.
  • Mehrmalige Applikation zum Zeitpunkt der Blüte
  • Überprüfung des Applikationserfolgs in der Blüte und an den Trieben anhand spezifischer Methoden.
  • Entnahme von blühenden Trieben nach der Applikation und künstliche Inokulation im Labor.
  • Regelmäßige Bonitierungen zum Zeitpunkt der Blüte auf die Entwicklung von Monilia in den Anlagen.
  • Vergleich der Varianten: Sprühdrohne, Betriebsstandard und Unbehandelt.
  • Zusammenfassung und Statistische Auswertung der Ergebnisse.
  • Evaluierung des Verbesserungspotentials für Versuche in den Folgejahren.

Die Umsetzung

Die Nutzung von Sprühdrohnen gewinnt in der Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Ziel dieses Vorhabens ist es, die Eignung von Drohnen zur Applikation von Pflanzenschutzmitteln bei mittleren bis hohen Marillenbäumen zu prüfen. Dabei soll untersucht werden, ob eine gezielte Ausbringung von oben, unterstützt durch Luftstrom, die Verteilung der Mittel an und in die Blüten verbessern kann.

Die Wirksamkeit wird anhand der Befallssituation mit Monilia evaluiert. Die Versuche werden an zwei Standorten durchgeführt, wobei die Ergebnisse mit der betriebsüblichen Spritzung verglichen werden. An einem Standort wird zudem ein Vergleich zu unbehandelten Bäumen durchgeführt.

Das Ziel

Ziel dieser Versuche ist es, den Einsatz einer Sprühdrohne im biologischen Marillenabbau zu testen. Die Hauptfragestellung ist dabei zu überprüfen, ob durch eine verbesserte Applikation die Wirksamkeit der zur Verfügung stehenden Mittel verbessert werden kann.

 

Partner:
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Standort:

Klosterneuburg

Laufzeit:

2026

Ergebnisberichte: