Variable Maisausaat mithilfe satellitengestützer Aussaatkarten zur Nutzung der jeweiligen Ertragspotentiale eines Schlages

Ausgangslage:

Bei der teilflächenspezifischen Maisaussaat wird die Saat an die unterschiedlichen Ertragsfähigkeiten innerhalb eines Schlages angepasst, wobei die Saatstärke in Abhängigkeit der jeweiligen Ertragsfähigkeit automatisch variiert wird. Durch die daraus resultierende optimale Standraumverteilung der Pflanzen soll die Nährstoff- und Wasserversorgung für die Einzelpflanzen verbessert werden.

Über Biomassekarten per Satellitenbilder werden Managementzonenkarten erstellt, welche als Grundlage für die Erstellung von Aussaatkarten dienen. Diese Aussaatkarten werden im Online-Portal „FARMInfo“ erstellt und anschließend an den Traktor übertragen. Der Traktor überträgt die Aussaatmengen weiter auf die Sämaschine. Die Einzelkornsämaschine „Väderstad Tempo“ legt schließlich die Körner entsprechend den vorgegeben Saatstärken in den unterschiedlichen Zonen exakt ab.

Die Aufgabenstellung

  • Inwieweit korreliert die Managementzonenkarte mit der tatsächlichen Standortqualität?
  • Wie genau erfolgen die Aussaat und die Ablage in den entsprechenden Teilflächen?
  • Wie benutzerfreundlich ist die Interaktion zwischen Aussaatkarte, Traktor und Sämaschine?
  • Wie unterscheidet sich die Bestandesdichte bei einer einheitlichen oder variablen Aussaat?
  • Wie entwickeln sich die Vegetationsindice bzw. wie verändern sich die Ertragsparameter in den unterschiedlichen Zonen?
  • Gibt es Unterschiede im Kornertrag und in der Qualität des Erntegutes bei den verwendeten Maissorten?
  • Kann eine Ertragssteigerung verifiziert werden?

Die Umsetzung

  1. Vergleich der Managementzonenkarte mit der tatsächlichen Standortqualität anhand von Bodenproben an einem ausgewählten Standort
  2. Erstellen und Laden einer über das Online-Portal FARMInfo erstellten Aussaatkarte
  3. Variable Maisaussaat von standortangepassten Sorten an verschiedenen Standorten im Trockengebiet und Feuchtgebiet mit der Einzelkornsämaschine „Väderstad Tempo“
  4. Evaluierung der Aussaatmenge in den unterschiedlichen Aussaatzonen
  5. Beurteilung des Zusammenspiels zwischen Aussaatkarte, Traktor und Sämaschine
  6. Evaluierung verschiedener Parameter für den Vergleich zur Aussaat mit konstanter Saatmenge

Das Ziel

Durch eine teilflächenspezifische und standortangepasste Maisaussaat werden, insbesondere bei Trockenheit, höhere Erträge im Vergleich zu herkömmlichen Aussaatmodellen, erwartet. Durch eine zielgerichtete Verteilung des Saatgutes entsprechend den Ertragszonen soll eine ökonomischere und ökologischere Bewirtschaftung einhergehen.

Zum Unternehmen

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Partner:
Standort:

Wieselburg, Mold

Laufzeit:

April 2020 bis Dezember 2020

Projektteam:

Mag. Theres Fuhrmann, Dr. Markus Gansberger, Ing. Christoph Berndl

Kontakt:
Zusätzliche Informationen: