Variable Zusammensetzung der Zwischenfruchtmischung basierend auf den Bodenzonen

Ausgangslage

Der zunehmende Zwischenfruchtanbau erfordert eine verstärkte Differenzierung der Mischungspartner. Zwar steigen durch die Vielfalt der Arten die Saatgutkosten, jedoch entwickeln sich bestimmte Pflanzenarten auf verschiedenen Bodentypen unterschiedlich gut. Dies führt zu einer ungleichmäßigen Bestandesentwicklung. Daher wäre es umso interessanter, die Kulturarten bereits im Vorfeld in Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit oder pH-Wert, gezielt zu dosieren. Mithilfe mehrerer Dosierer könnte die Zusammensetzung der Zwischenfrüchte variabel gesteuert werden, um die individuellen Vorteile der Pflanzen optimal auszunutzen.

Die Aufgabenstellung

  • Welche Effekte ergeben sich durch den Einsatz der variablen Zwischenfruchtzusammensetzung?
  • Wie wirkt sich die variable Steuerung auf die Bodenbedeckung und Feldaufgang aus?
  • Können Saatgutkosten eingespart werden?
  • Welche wirtschaftlichen als auch arbeitswirtschaftlichen Effekte hat der Einsatz der Automatiksysteme im Vergleich?

Die Umsetzung

Neben der technischen Umsetzbarkeit sollen auch die pflanzenbaulichen Effekte umfassend bewertet werden. In der Versuchsanlage wird das Mischungsverhältnis mithilfe eines Feinsamenstreuers und Multidosierers und einer pneumatischen Sämaschine variabel angepasst. Zum Vergleich werden sowohl die praxisübliche Mischung als auch die variable Mischung ausgesät. Dabei liegt das Hauptaugenmerk nicht nur auf der technischen Machbarkeit, sondern auch auf dem Feldaufgang und der Bestandesentwicklung der Pflanzen. In diesem Versuch wird grundlegend die Mischung „Hydrofit“ von Saatbau Linz und eine zweite Mischung mit Tiefwurzler verwendet, um somit den größtmöglichen Nutzen generieren zu können. Die Regelung erfolgt auf Verdichtungszonen welche mittels Satellit, der Erfahrung des Landwirtes und Penetrologger erfasst wurden.

Das Ziel

Das Ziel ist es, die Zusammensetzung der Zwischenfruchtmischung variabel anzupassen, um gezielt lokale Bodenverdichtungen zu reduzieren. Dabei steht im Vordergrund, jede Pflanzenart genau dort zu positionieren, wo sie ihre spezifischen Stärken optimal entfalten kann. So wird eine verbesserte Bodengesundheit gefördert und die Biodiversität auf der Fläche gestärkt.

Partner:
Unterstützer:
Standort:

Mold

Laufzeit:

2025

Ergebnisberichte: